Dr. Andreas Klimmeck               

Warum ist eine Maria wie sie ist.                                      


Förmliche Anerkennungen durch die Bundeswehr


Siehe auch "LinkedIn":

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1. Förmliche Anerkennung als Bester des Unteroffizierslehrganges AUTOKO/FWV in Starnberg im dritten Quartal 1984

Mein eigentliches Ziel war die Abschlussnote 2, die ich knapp verfehlte. Diese wurde nur äußerst selten von Lehrgangsteilnehmern erreicht. Mit war klar, dass ich mit einer Gesamtnote 2 unter Garantie Reserveoffizieranwärter mit dem beginnenden Dienstgrad Fahnenjunker werden würde. Ich wusste, dass ich besser als die anderen Bewerber für die ROA-Stellen im Fernmeldebataillon sein musste, weil ich immer eine große Klappe hatte wie nun mein Sohn Arne.

Ich war überascht, dass ich dann Lehrgangsbester wurde, weil mehrere Kameraden einen Abischnitt von um 1,5 hatten. Eigentlich hatte ich keine Chance weder auf die 2 noch auf den Lehrgangsbesten. Ich lernte/arbeitete bis zu 14 Stunden am Tag, zum Teil auch an den Wochenenden und so war das Ergebnis dann möglich. (Die 14 Stunden Lernerei hat dann meine Tochter Jarste übernommen. Allerdings über mehrere Jahre für Ihr Abi mit 1,2) Meine Lehrproben waren bis auf eine, die voll daneben ging (Ich bin unschuldig. Meine Kameraden hatten nicht kapiert, was ich wollte.) und dann die 2 kostete, herausragend =>Die Ergebnisse sorgten mit dafür, dass ich dann sofort Ausbilder Uffz-Lehrgang Teil 1 wurde. Auch damit hatte ich nicht gerechnet und das schon gar nicht angestrebt. Das wäre utopisch gewesen, denn so gut kann man eigentlich nicht sein und auch nicht dafür gehalten werden. Der Kommandeur, Herr Oberstleutnant Lucas, hat das dann aber in Absprache mit meinem Zugführer Herrn Oberleutnant Böttcher entschieden. Gefragt wurde ich nicht. Das wurde befohlen.
Dann saß ich also in dem Büro des Ausbildungsleiters als OGUA mbL, denn zum Fahnenjunker war ich noch nicht befördert worden. Die ersten Lehrgangsteilnehmer kamen rein und dachten ich wäre einer von Ihnen und grüßten natürlich nicht entsprechen. Die goldene mbL-Litze hatten Sie nicht auf dem Sender. Ich hab' die dann erst mal zur Sau gemacht.


2. Förmliche Anerkennung für die Führung des Unteroffizierslehrganges Teil 1 des Fernmeldebataillon 11 im dritten Quartal 1986

Die Leistungen des Lehrganges waren wirklich sehr gut. Im Rahmen seiner Dienstaufsicht hat sich Herr Brigadegeneral Hagenbruck im Gelände ein Bild davon gemacht. Bei den vorangegangenen Lehrgängen war es so, dass der General jedesmal was auszusetzen hatte. Bei diesem Lehrgang war das anders. auch noch von einem Reservisten geführt. Das konnte nichts werden. Ich musste hernach dann zum Kommandeur in sein Büro kommen. Ich wusste, der macht mich gleich komplett platt. So wars dann auch, dachte ich. Er empfing mich mit bitterbösem Blick, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Und dann, nach dem ersten Satz, bei dem er Bezug auf die Dienstaufsicht des Generals nahm, wäre er mir am liebsten bei aufhellendem Gesicht um den Hals gefallen, so geil war wohl die Einschätzung des Generals. Dass der Lehrgang so gut war, war natürlich mein alleiniger Verdienst. Die Grupppenführer Feldwebel Ulrich (Auch Stellvertreter von mir), Fähnrich Denker, Fähnrich Möllmann und Unteroffizier Urbantat musste ich mit durchziehen. Die militärische Veranlagung der Lehrgangsteilnehmer war natürlich auch unterdurchschnittlich und nur ich selber war in der Lage, diese auf dieses Ausbildungslevel zu heben.

Ernsthaft: Nach Abschluss ließ der Kommandeur das gesamte Bataillon mit Bataillonsappell antreten, weil jeder der Teilnehmer des Lehrganges sein Leistungsabzeichen schaffte und dieses dann beim Appell übergeben wurde. Als ich dann vor dem gesamten Bataillon mit 1000 Mann frontal stand (O.k., es waren nicht ganz 1000, aber gefühlt waren es so viele. Ist auch logisch, denn die Kampfkraft des Bataillon war berüchtigt, da war jeder so gut wie eineinhalb Mann) und der Kommandeur die Ansprache zur Auszeichnung von mir mit der Förmlichen Anerkennung hielt, war das ein derart ergreifender Moment für mich, der nur von den jeweiligen Geburten meiner vier Kinder Cord, Jarste, Christoph und Arne getoppt wurde.


Die Belastungen des Lehrganges waren sehr hoch, sowohl für die Teilnehmer als auch für die Ausbilder:

Vor diesem Lehrgang war ich Ausbilder und dann auch Stellvertreter bei drei Lehrgängen im 4. Q 1984, 2. Q 1985 und 3. Q 1985. Ich hatte viel Erfahrung und wusste wie ich die Leistung eines Lehrganges steigern konnte. Mir kam es besonders darauf an, Gefechtsnähe zumindest im Ansatz zu simulieren. Auch machte ich meine Soldaten unmissverständlich darauf aufmerksam, dass im Verteidigungsfall das Ziel ist, möglichst viele Feinde zu töten. Ich wurde dafür ausgebildet und ich habe dafür ausgebildet, Menschen bei Beachtung militärischer Grundsätze zu töten. Klingt schlimm. Ist schlimm. Aber ist so. Für meine klaren Ansagen bekam ich durchaus Distanznähe einiger Kameraden zu spüren. Im Verteidigungsfall in den 80ern wäre das aber am VRV die Situation gewesen. Der Eid lautet "...tapfer verteidigen." Im Frieden ist das nicht jedem Soldaten klar. Ich habe deshalb auch einen Unterricht über Angst im Gefecht durchgeführt.


Sehr traurig: Der Kamerad Gefreiter Janicki starb bei einem Verkehrsunfall bei einer Heimfahrt ins Wochenende. Mit Ihm wurde der Kamerad Fleuren so schwer verletzt, dass dieser über Jahre im Koma lag. Es war wohl Übermüdung. Einen Zapfenstreich hatte ich nicht befohlen.


Nach einem anstrengenden Ausbildungsabschnitt löste sich im Büro bei einer Sicherheitsüberprüfung ein Schuss bei der Pistole P1 eines Ausbilders. Das Geschoss schlug einen Meter neben einem meiner Ausbilder ein. Das ging gerade noch mal gut. Ich bin verantwortlich für die korrekte Sicherheitsüberprüfung der Waffen, auch wenn es sich um Waffen von mehr als erfahrenen und sehr guten Soldaten handelt.



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